Consulting für Medizin und Wirtschaft


  Contact : T + 49 40 226 39 01 - 80 | mail@klinikrisk.de

Patientensicherheit

Das neue Krankenhausstrukturgesetz – Anforderungen an das Klinische Risikomanagement

Die Qualitätssicherung in der stationären Versorgung gehört zu den Schwerpunkten des Gesetzes zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung (KHSG). Verbesserung der Versorgungsstrukturen, Neuausrichtung der Mengensteuerung und eine Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung sollen künftig die Rahmenbedingungen der Patientenversorgung verbessern. Die Krankenhausvergütung soll mit Qualitätsaspekten verknüpft werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss wird beauftragt, Qualitätsindikatoren zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität zu entwickeln, die künftig eine zusätzliche Grundlage für die Planungsentscheidungen der Länder bilden werden. Damit wird eine qualitativ nicht oder nicht ausreichend gesicherte Leistungserbringung eines Krankenhauses Konsequenzen für die Aufnahme einer Einrichtung in den Krankenhausplan des Landes und den Verbleib darin haben.

Die Einhaltung der Qualitätsvorgaben des G-BA wird zukünftig konsequent durchgesetzt werden. Das bedeutet einerseits eine inhaltliche Erweiterung der jährlich vorzulegenden Qualitätsberichte und andererseits die Regelung von Konsequenzen für den Fall, dass die Qualitätsanforderungen nicht eingehalten werden.

Auch in der Krankenhausvergütung sollen Qualitätsaspekte in der Leistungserbringung berücksichtigt werden. Verstöße gegen wesentliche Qualtitätsanforderungen können u.a. Vergütungsabschläge zur Folge haben. § 5 Abs. 3a Krankenhausentgeltgesetz (KHEntG) n.F. regelt, dass aufgrund außerordentlich guter oder unzureichender Qualität in der Leistungserbringung Zu- bzw. Abschläge auf der Grundlage der Bewertungskriterien des SGB V vorzunehmen sind. Die nähere Ausgestaltung soll auf Bundesebene bis zum 30.06.2018 geregelt werden, §9 Abs. 1a Nr. 4.

Fazit:

Klinisches Risikomanagement als ein wesentliches Instrument zur Verbesserung der Qualität in der stationären Versorgung wird Bestandteil des klinischen Organisationsstandards. Die Kriterien des KHSG werden die einrichtungsbezogenen Auswertungsergebnisse zusätzlich beeinflussen und lenken.