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Organisationsstandard

Die gesetzliche Festschreibung von Mindeststandards begründet für Kliniken die Verpflichtung zu deren Umsetzung in den internen Strukturen und Prozessen.

Die Vorgaben des Gesetzgebers sowie des gemeinsamen Bundesausschusses sind unmittelbar umzusetzen, um die normierten Mindeststandards zu erreichen. Sofern die Implementierung einheitlicher Instrumente für ein einrichtungsinternes Risikomanagement sowie die Einführung geeigneter Maßnahmen zur Fehlerprävention gar nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden, setzen sich Träger und Klinikleitung dem möglichen Vorwurf eines Organisationsverschuldens aus. Allgemein zugängliches und bekanntes Risikowissen z.B. aus internetbasierten Fehlermeldesystemen kann dann als bekannt vorausgesetzt werden und die Notwendigkeit eigener, konkreter Organisationsmaßnahmen zur Folge haben.

Klinisches Risiko-Management wird damit zum Gegenstand des Haftungsrechts. Die erhebliche Abweichung von einem Organisationsstandard kann den Vorwurf eines groben Fehlers begründen, der zur Folge hätte, dass den Krankenhausträger die Beweislast für die Erfüllung seiner Organisationspflichten trifft.