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Haftpflichtversicherung

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat im Jahr 2012 eine Studie zu dem Schadenverlauf in der Haftpflichtversicherung von Kliniken erarbeitet.

Die Personenschadenentwicklung im Heilwesen ist geprägt durch einen hohen Anteil an Personenschäden, die lange Abwicklungsdauer sowie eine große Spätschadenlastigkeit. Bei den „Klassischen Krankenhäusern“ sind nach 4 Jahren noch nicht einmal 20%, nach 11 Abwicklungsjahren erst rund 70% des endgültigen Personenschadenaufwands reguliert. Der Aufwand pro Schadensfall steigt kontinuierlich um über 7% p.a. an, ohne dass ein geeigneter Maßstab für die Einschätzung des Haftpflichtrisikos definiert ist (z.B. Bettenanzahl, Umsatzsumme, Schadenhöhe, Abwicklungsdauer).

Die Studie des GDV analysiert die Personenschadenentwicklung in Verbindung mit dem Schadenaufwand. Die allgemeinen Statistiken belegen die steigenden Fallzahlen bei gleichzeitiger Reduzierung der Bettenanzahl und der Verweildauer. Unternehmen in den Bereichen Gesundheit und Soziales, insbesondere Krankenhäuser und Kliniken in der Ausübung schadenrelevanter Disziplinen sehen sich daher kontinuierlich ansteigenden Prämienforderungen ausgesetzt.

Die Umsetzung von Mindeststandards zum klinischen Risiko-Management kann heute als Zeichnungsvoraussetzung für einen Versicherungsschutz im Haftpflichtbereich angesehen werden. Die deutschen Versicherungskonzerne, die überhaupt noch Krankenhäuser versichern, verlangen geeignete Nachweise zur Durchführung eines klinischen Risikomanagements. Zur Überprüfung werden teilweise Screenings mit eigenen Mitarbeitern der Versicherungen durchgeführt.