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WHO-Projekt High 5s – Erkenntnisse für das klinische Risikomanagement

“Action on Patient Safety: High 5s” – das WHO-Projekt zu den Themen: Vermeidung von Eingriffsverwechslungen sowie Sicherstellung der richtigen Medikation an Versorgungsübergängen. Die Toolboxen für beide Handlungsempfehlungen des Projekts sind veröffentlicht.

Das High 5s Projekt wurde im Jahr 2006 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um bei dem weltweit relevanten Thema Patientensicherheit aktiv zu werden. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Implementierung von standardisierten Handlungsempfehlungen (Standard Operating Protocol – SOP) in den klinischen Alltag von Krankenhäusern. Die Handlungsempfehlung „Vermeidung von Eingriffsverwechslungen“ wurde in Deutschland von 16 Krankenhäusern erprobt. Die Handlungsempfehlung „Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergängen im Behandlungsprozess (Medication Reconciliation)“ wurde von 13 Krankenhäusern im Rahmen des Projekts implementiert.

Zu der Handlungsempfehlung „Vermeidung von Eingriffsverwechslungen“ und OP-Checklisten wurde auf Grundlage der Projekterfahrungen in Deutschland ein Implementierungshandbuch erarbeitet. Darüber hinaus sind alle im Rahmen des Projekts erarbeiteten Implementierungsmaterialien für Deutschland in High 5s Toolboxen auf der Webseite des ÄZQ veröffentlicht: http://www.aezq.de/aezq/high-5s-toolboxen

Fazit:

Für die Themen Vermeidung von Eingriffsverwechslungen sowie Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergängen im Behandlungsprozess liegt mit dem das Projekt begleitenden Handbuch ein konkreter Leitfaden für klinisches Risikomanagement zu diesen Themenbereichen im Krankenhaus vor.

Die Inhalte sowie die daraus abgeleiteten, allgemeingültigen Standards sollten in ein Risikomanagement-System einfließen und in Krankenhäusern entsprechend implementiert werden.

Bild: who